25_Masuren, Königsberg, Danzig - 30.06. - 06.07.2010

admin 12. Juli 2010

Eigentlich wollten wir ja mit dem Auto nach Masuren (Polen), hatten aber ein wenig Bedenken wegen der Sprache und Sicherheit ( Autoklau ).  Da kam uns die Anzeige in der HAZ gerade recht : “Mit dem Nostalgiezug CLASSIC COURIER nach Masuren, Königsberg und Danzig“. Dabei, so die Überlegung, können wir uns zunächst ein Bild vor Ort machen und wenn dies positiv ausfällt, im nächsten Jahr dann immer noch allein losfahren.

 Seit etwa 10 Jahren fährt der CLASSIC COURIER von Koblenz, über Köln, Düsseldorf, Hannover, Berlin und Frankfurt (Oder) die Strecke  durch Polen über Posen, Thorn, Allenstein und Nikolaiken nach Königsberg (Kaliningrader Oblast in der Exklave Russland) . Von dort geht es zurück über Danzig und Stettin - alles innerhalb von 6 Tagen!

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POSEN - erste Übernachtungsstation - erreichten wir wegen Verspätung leider erst spät abends; und früh am Morgen sollte es schon weitergehen. So blieb lediglich Zeit, dem nächtlichen Marktplatz noch einen “Schnellbesuch” abzustatten, der sich allerdings als eines der Highlights herausstellte : der “Altmarkt” mit seinen Barock- und Renaissance-Bürgerhäusern in abendlicher Beleuchtung, stimmungsvolles Ambiente, quirliges Gewusel vor den vielen Kneipen und Restaurants im ca. 140 m großen Karrée mit dem  Rathaus als schönstem Renaissancebau Polens in der Mitte - einfach fantastisch und einer der schönsten Plätze auf dieser Reise!

In THORN  gab es am nächsten Tag einen Aufenthalt von ca. 2 Stunden für eine Stadtbesichtigung. Thorn, an der Weichsel gelegen, ist nicht nur durch den berühmtesten Sohn dieser Stadt, den Astronomen Nikolaus Kopernikus bekannt, sondern auch für seine besondere Spezialität, die polnischen „piernik“ - Lebkuchen. Die Stadt zeigt sich in seiner schönen Altstadt - umgeben mit einer dicken Stadtmauer - mit beeindruckenden Bauten in norddeutscher Backsteingotik, speziell das Rathaus.

NIKOLAIKEN  ist nicht mehr das beschauliche und romantische Fischerdorf, wie es heute noch in manchen Prospekten beschrieben wird, sondern hat sich zum bekanntesten Touristen- und Segelsport-Ort Polens entwickelt, mit allen dazugehörigen Menschenmassen, Restaurants, Kneipen, Bars, Kiosken und fliegenden Händlern. Eine herbe Enttäuschung! Dazu kam noch, dass wir einen geplanten Tagesausflug in die masurische Umgebung wegen einer Magen-Darm-Infektion nicht antreten konnten. Von Masuren haben wir also nicht viel gesehen …

Ähnlich enttäuschend war der Aufenthalt in KÖNIGSBERG. Schon die Grenzformalitäten erinnerten sehr stark an die Vorgehensweise der ehemaligen DDR-Grenzer. Königsberg selbst hat wenig Interessantes oder Kulturelles zu bieten, abgesehen von seinem Neuen Zentrum “Siegesplatz” mit der Christ-Erlöser-Kirche und dem Dom: Da steht man nun also auf der Dominsel, sieht die Domruine und sonst: Nichts. Eine grüne Insel, von der alten Börse bis zur Bauruine des sowjetischen Palasts der Räte verstellt kein Haus den Blick, quadratkilometergroße grüne Öde bis hin zum Hotel Kaliningrad, nein, auch kein Schloss mehr. Das einzig belebende Element in der Wüstenei sind die Kinder die im Sommer die Pregelbrücken als Sprungturm nutzen und sich munter zwischen den Binnenschiffen im Wasser tummeln…. Die Königsberger Vergangenheit erscheint wie eine Fata Morgana, so wenig ist von ihr geblieben.( Brigitte Jaeger-Dabek). Alle Relikte der Vergangenheit wurden unwiderruflich plattgemacht und durch nichtssagende Platten- und Hochhausbauten ersetzt. Eine Stadt ohne Gesicht …..

Gänzlich anders dagegen DANZIG, die schönste und beeindruckenste Stadt auf dieser Reise! Mit einer nicht enden wollenden Altstadt, auf die aus allen Richtungen schmucke Gassen und Sträßchen zulaufen! “Die reich verzierten Bürgerhäuser und öffentlichen Gebäude aus der goldenen Zeit der Stadt im Stil des Danziger Manierismus geben Gdańsk ihren liebenswerten Charme. Das Erbe Danzigs wurde von den polnischen Bewohnern Danzigs sorgfältig rekonstruiert und wird heute liebevoll bewahrt.”(Internet-Danzig Startseite). Danzig würden wir gerne noch einmal über ein verlängertes Wochenende privat besuchen, denn in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit haben wir leider nicht alle Sehenswürdigkeiten sehen  und die Stadt in Ruhe genießen können

FAZIT :  Gruppenreise im Zug : mal was ganz anderes, straff durchorganisiert, viel gesehen, leider zu hektisch, nicht noch einmal.

 

 







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